Kartenlegerin - Kartenlegen JuliaEine gute Kartenlegerin wird immer die Wahl ihrer Worte überdenken!

Leider sind viele Ratsuchende bezüglich eines Besuches bei einer Kartenlegerin immer so sehr fixiert auf „Nennung der nächsten Lottozahlen“, „Voraussage der nächsten großen Liebe oder Tod oder Trennung“ etc. So läuft das aber nicht ab, das sind nur Klischees.

Was beim Kartenlegen aber überwiegend gesagt wird, bezieht sich auf die Vergangenheit und die Gegenwart und dient vor allem einer Reflektion, die dem Fragenden ermöglicht wird. Bezüglich der Zukunft gibt es TENDENZEN, aber keinesfalls ein „Dies und das wird kommen, das „blüht“ Dir, die und das wird Dein Schicksal sein und Du kannst nichts daran ändern“.

Kartenlegerin und ihre Verantwortung

Eine gute, erfahrene Kartenlegerin ist sich immer und in jeder Minute ihrer Verantwortung bewusst. Keine Kartenlegerin sagt: „Sie sollten sich besser trennen aus den Gründen X und Y“. Aber sie könnte z.B. sagen: „Er macht sich zur Zeit seinen eigenen Kopf, und Ihre Gespräche mit ihm laufen nicht gut, er blockt sie ab und will/kann sich damit nicht auseinandersetzen. Das geht schon einige Wochen so, und Sie leiden sehr darunter. Sie haben darüber auch mit einer älteren Dame, Ihrer Mutter gesprochen. Er wird Ihnen noch längere Zeit ausweichen. In den nächsten Tagen gibt es darüber eine heftige Auseinandersetzung, es kann eskalieren, daher sollten Sie dabei die Ruhe bewahren und sachlich bleiben, denn dies fällt ihm zur Zeit schwerer als Ihnen. Ihm fehlt Anerkennung, es hat mit seiner Arbeit zu tun – und da ist ein älterer Herr bei der Arbeit, mit dem er Konflikte austrägt, aber er kann es nicht differenzieren und projiziert seine Unzufriedenheit auf die Beziehung zu Ihnen.“

Ob sich da jemand trennen will oder nicht, muss er/sie dann selbst wissen – je nachdem, wie groß der Leidensdruck ist, wo die Liebe steht und wie die Fakten überhaupt aussehen. Dann hängt es auch sehr von der Fragestellung ab. Wenn jemand eine Frage nicht stellt, wird sie womöglich auch nicht beantwortet – es sei denn, sie ist Teil der Antwort, zu der eine Frage gestellt wurde.

Die Dinge haben Hand und Fuß und hängen miteinander zusammen, man redet da nicht verantwortungslos daher, sondern ist sich dessen bewusst, dass jedes Wort aufgenommen wird und seine Bedeutung erhält. Man darf hier nicht vergessen, dass der Fragende die genannten Dinge in die ihm bekannten Situationen einsortieren wird – ihm ist seine Situation, um die es gerade geht, ja nicht unvertraut – auch kennt er seine Befürchtungen und Chancen in Etwa auch selbst. Er ist also auf eine Reflektion seiner Situation nicht unvorbereitet, wenn er sich an eine Kartenlegerin wendet, sondern offen dafür – sonst würde er nicht hingehen.

Ist vieles beim Kartenlegen nicht einfach erraten oder beobachtet?

Die Vorgänge während des Kartenlegens sind so vielschichtig und komplex und verlaufen so schnell, dass sie die ganze Konzentration der Kartenlegerin für sich beanspruchen. Da bleibt keine Energie und Zeit, die Mimik oder Körpersprache zu deuten, sich ratespiel-ähnliche Gedanken zu machen und den Fragenden zu manipulieren oder auszufragen. Wozu auch, wenn ganz andere Fähigkeiten zur Verfügung stehen, die viel gründlicher, erhrlicher, echter und schneller sind?

Die Karten sind nur als eine Art „Kanal“ da, als Vermittler, der insbesondere zu Beginn zur ersten Herstellung einer konkreten Ebene nützlich ist. Nicht wenige Kartenlegerinnen brauchen dann die Karten eigentlich nicht mehr weiter weiter, weil sie es sind, deren Fähigkeiten hier wirksam werden. Die Karten sind oft vor allem für den Fragenden da, denn was mit Hilfe der Karten geschieht, könnten viele Kartenlegerinnen auch ohne die Karten. Mit Karten ist es nur direkter, schneller, zielgerichteter – und: Der Fragende hat eine Art Orientierung, er erhält über die Karten Bilder, die ihm das Gesagte in eine Struktur bringen, die er nachvollziehen kann.